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	<title>Rohdaten &#187; Musik</title>
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		<title>The Field: &#8220;Looping state of mind&#8221; CD Review</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 22:55:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Für sein drittes Abum wählte der Schwede Axel Willner aka The Field einen programmatischen Titel, der seine grundlegende Arbeitsweise wiederspiegelt: Willner wühlt in der Plattenkiste der Musikgeschichte nach geeigneten Samples, die er dann zu Loops verarbeitet und übereinanderschichtet, bis sie zu eigenwilligen, durchaus pop-affinen »Wolpertingers of Sound« werden, die dennoch die unverkennbare Handschrift des Schweden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/looping_state_of_mind.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-266" title="The Field - Looping state of mind"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-267" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="The Field - Looping state of mind" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/looping_state_of_mind-150x150.jpg" alt="Album Cover The Field - Looping state of mind" width="150" height="150" /></a></p>
<p>Für sein drittes Abum wählte der Schwede Axel Willner aka The Field einen programmatischen Titel, der seine grundlegende Arbeitsweise wiederspiegelt: Willner wühlt in der Plattenkiste der Musikgeschichte nach geeigneten Samples, die er dann zu Loops verarbeitet und übereinanderschichtet, bis sie zu eigenwilligen, durchaus pop-affinen »Wolpertingers of Sound« werden, die dennoch die unverkennbare Handschrift des Schweden tragen. Diese CD-Kritik erscheint in SKUG #89 im Jänner 2012.</p>
<p><span id="more-266"></span></p>
<p>Was sich bei Curd Duca seinerzeit in kurzen, lapidaren Miniaturen manifestierte, die oft nicht einmal die 1-Minuten-Grenze überschritten, wird bei The Field zu schier endlosen Minimal-Techno-Symphonien, die den Geist von Steve Reich atmen, in denen sich die Stücke nur langsam durch Ein-und Ausfaden der Loops weiterentwickeln, sodasss man die Veränderungen bewusst oft gar nicht wahrnimmt. Dabei entfaltet sich aber ein Melodienreichtum, wie ihn nur ein wahrer Pop-Enhusiast schaffen kann. Vor allem die klug gesetzen Vocalsamples und -Loops tragen dazu bei. Werner Voigt alias The Gas ist ein anderer Geistesverwandter.  Nicht zufällig sind die beiden Labelkollegen auf Kompakt Records.</p>
<p>Nachdem 2007 The Field’s Debutalbum »Here we go sublime«, das komplett auf dem Computer entstanden war,  einiges Aufsehen erregt hatte, begann Alex Willner seine Produktionsmethoden zu erweitern und auch analoge Instrumente einzubeziehen. 2009 erschien »Yesterday and Today«, das stellenweise mit einem echten Drummer aufwartete und die inzwischen hochgeschraubten Erwartungen an ein The Field-Album gut erfüllte.</p>
<p>Auch »Looping State of Mind« führt den eingeschlagenen Weg konsequent fort. Kein Stück ist kürzer als siebeneinhalb Minuten. Live ist The Field mittlerweile zur Band geworden. Die Sounds sind vorwiegend weich, melodiebetont und schrammen manchmal nur knapp am Kitsch vorbei. Die Drum-Rhythmen sind näher am Krautrock der Siebziger Jahre als am Techno und House der jüngeren Vergangenheit. Der Einstieg mit den beiden Tracks »Is this Power« und »It’s up there« wirkt etwas schlapp, erst die nächsten drei Tracks, darunter auch das Titelstück, zeigen The Field auf dem Niveau der Vorgängeralben. »Then it’s white«, der vorletzte Track, bildet den hübschen Ruhepol des Albums, mit Satie-Piano und verhalltem Crooning. Das Schlußstück »Sweet Slow Baby« bringt die ungewöhnlichsten Momente des Albums: Ein scheinbar zufällig gesetzter Drumloop erzielt den Effekt einer hängengebliebenen Schallplatte, der dahinstolpernde Rhythmus liefert die Basis für ein fast hymnisches Stück, das wohl auch ewig so weitergehen könnte, würde irgendwann nicht jemand den Ausknopf betätigen. »Looping State of Mind« ist ein durchaus gelungenes Album, wenn auch nicht ganz so zündend wie die beiden Vorgänger.</p>
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		<title>Jolly Goods: &#8220;Walrus&#8221; CD Review</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Oct 2011 12:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Feministischer Trash-Rock, vom Strassenrand der Musikgeschichte aus beobachtet. CD-Review, erschienen im Skug #88, Oktober 2011. Woher die beiden Schwestern, die das Duo Jolly Goods bilden, kommen, spielt letztlich keine Rolle: London, New York, Melbourne, eine deutsche Kleinstadt&#8230;Diese Musik könnte überall entstehen &#8211; und sie scheint einen grossen Haufen auf Attribute wie Originalität, Eigenständigkeit oder Innovativität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/jollygoods.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-252" title="jollygoods"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-253" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="jollygoods" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/jollygoods-150x150.jpg" alt="Jolly Goods,&quot;Walrus&quot; album cover" width="150" height="150" /></a>Feministischer Trash-Rock, vom Strassenrand der Musikgeschichte aus beobachtet. CD-Review, erschienen im Skug #88, Oktober 2011.</p>
<p><span id="more-252"></span></p>
<p>Woher die beiden Schwestern, die das Duo Jolly Goods bilden, kommen, spielt letztlich keine Rolle: London, New York, Melbourne, eine deutsche Kleinstadt&#8230;Diese Musik könnte überall entstehen &#8211; und sie scheint einen grossen Haufen auf Attribute wie Originalität, Eigenständigkeit oder Innovativität zu scheissen. Jolly Goods bedienen sich einfach der Mittel, die sie am Strassenrand ihres (Musik-) Lebens finden. Jedes einzelne Stück auf »Walrus« scheint aus Bestandteilen eines Standard-Baukastens für Punk und/oder Trash-Rock zusammengeschmiedet zu sein: White Stripes, Patti Smith, PJ Harvey, Velvet Underground und so weiter &#8211; Hardcore-Eklektizismus eben. Bemerkenswert ist aber die Unbeschwertheit, Intensität und Leidenschaft, mit der sie das tun. Bemerkenswert auch der exaltierte Gesang von Tanja Pippi, der sich bei allem Abkupfern dann doch gehörigen Respekt verschaffen kann und gut zwischen hysterischem Kreischen und Midtempo-Crooning hin und her oszilliert.</p>
<p>Überhaupt täuscht der anfängliche Eindruck eindimensionalem Krach-Rocks: schon ab Stück drei wird das Tempo gedrosselt und nur noch sporadisch wirklich Fahrt aufgenommen, etwa bei »Try«, der Quasi-Singleauskopplung. Balladen und Midtempo-Stücke dominieren letztlich das Album, immer wieder tauchen Keyboard-Sprengsel und kleine Soundspielereien auf &#8211; möglicherweise ein Einfluss von Dirk von Lowtzow of Tocotronic-Fame, der hier als Koproduzent in Erscheinung tritt. Das wahre Juwel des Albums findet sich im letzten Viertel des Albums und ist mit über 6 Minuten gleichzeitig das längste Stück: »Sad side of the Tongue« lebt von dem Kontrast zwischen wuchtigen Gitarrenakkorden und verträumten Gesangslinien und reicht damit durchaus an die guten Momente von den Pixies oder Dinosaur Jr. heran.</p>
<p>Ein Anliegen scheint der Band auch das in-Frage-stellen von Geschlechterrollen und -Stereotypen zu sein. Im Stück »If I were a woman« (übrigens dem einzigen Stück mit männlichem Backgroundgesang) singt Tanja Pippi im Refrain »All I know is that I wish I was a Walrus«.  Das Stück endet mit der resignierenden Zeile »Yes I do hate everything around me«. Im Mittelpunkt des Videos zu »Try« steht ein junger, zierlicher, androgyner, komplett unbehaarter Mann in Frauenkleidern, der zur Musik der Jolly Goods sexuell aufreizend posiert, während Tanja Pippi’s Stimme darüber reflektiert, ob man/Frau nun sein Leben ändern sollte oder nicht.</p>
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		<title>Wye Oak:  Tradition und Vergänglichkeit, refrainlos.</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Jul 2011 21:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Skug]]></category>

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		<description><![CDATA[Angeblich gehört Baltimore zu den gefährlichsten Städten der USA. In den amerikanischen Verbrechensstatistiken hat die Stadt einen Stammplatz  in den Top Ten.  Hier lebte und starb Edgar Allen Poe. Auch bei Wye Oak, dem Frau/Mann-Duo aus Baltimore, wird den Themen Tod, Trauer und Vergänglichkeit einiger Platz eingeräumt. Das Grauen ist aber durchaus ansprechend verpackt. (Artikel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  title="Wye Oak" href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/wye-oak_quadratisch.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-243"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-246" style="border: 1px solid black; margin: 5px;" title="wye oak_quadratisch" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/wye-oak_quadratisch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Angeblich gehört Baltimore zu den gefährlichsten Städten der USA. In den amerikanischen Verbrechensstatistiken hat die Stadt einen Stammplatz  in den Top Ten.  Hier lebte und starb Edgar Allen Poe. Auch bei Wye Oak, dem Frau/Mann-Duo aus Baltimore, wird den Themen Tod, Trauer und Vergänglichkeit einiger Platz eingeräumt. Das Grauen ist aber durchaus ansprechend verpackt. (Artikel erschienen im Skug #87, Juli 2011)<br />
<span id="more-243"></span><br />
Live im Wiener Chelsea sorgen Wye Oak für einen intensiven Abend. Jenn Wasner, Sängerin und Gitarristin, wirkt aufgekratzt und stürzt kurz vor dem Auftritt noch ein paar Whiskys in sich hinein. Andy Stack bearbeitet mit der rechten Hand Schlagzeug, während er mit der linken auf einem Keyboard die Basslinien spielt &#8211; beeindruckend anzusehen und eine gute Möglichkeit Personal zu sparen. Bieten die 3 Wye-Oak-Alben mit ihren Streichern, Synthesizern und diversen Geräuschfetzen klangliche Vielschichtigkeit, verzichtet die Band auf der Bühne komplett auf etwaige Soundeinspielungen:  keine backing tracks, kein Notebook weit und breit und auch keine zusätzlichen Gastmusiker. Trotzdem ist der Sound verblüffend dicht und wuchtig. Wasner’s Gitarre atmet den Geist von Neil Young, einer ihrer frühen und nachhaltigsten Einflüsse. Sie ist Cortez der Killer und das Cowgirl in the Sand in einer Person. Das Chelsea ist gut besucht, offenbar eilte ihnen schon ein gutes Presseecho voraus. Jenn freut sich über den Zuspruch. Sie erwähnt, dass sie heute mit ihrem Freund Schluss gemacht habe, es sei ein seltsamer Tag, ihr ginge es beschissen, aber sie hat ja die Musik, &#8230; und man möge ihr bitte noch einen Whisky bringen.  Blöderweise sind die meisten Songs, die sie singt, traurig; Tränen tropfen von der Bühne. Der Musik und der Stimmung im Publikum tut das keinen Abbruch, Wye Oak spielen sich in einen Rausch.</p>
<p>Andy Stack und Jenn Wasner, kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Andy hat sie in seine damalige Band als Keyboarderin geholt. Im Lauf der Zeit stellte sich heraus, dass die beiden sehr gut harmonierten und sich perfekt ergänzten, und sie begannen als Duo zu arbeiten. Ihr erstes Album If Children aus 2008 brachten sie noch unter dem Namen The Monarchs in Eigenregie heraus und bewarben es selbst im Internet über Blogs. So wurde das Label Merge Records auf sie aufmerksam, das unter anderen auch die Magnetic Fields und Arcade Fire unter Vertrag hat, und sie veröffentlichten If Children nochmals unter dem neuen Bandnamen Wye Oak.</p>
<p>Der Name kommt von einer alten Eiche, einem Wahrzeichen von Maryland. Er war fast 500 Jahre alt und einer der größten und ältesten Bäume dieses amerikanischen Bundesstaates. Andy und Jenn besuchten den Baum in ihrer Kindheit gerne, für sie stand er für Natur, Beständigkeit und Heimatverbundenheit. Und steht wohl letztlich auch für Vergänglichkeit und Scheitern, denn 2002 fiel der Baum einem Sturm zum Opfer. Ihre teils wunderschönen Balladen in der Tradition amerikanischen Folkrocks werden immer wieder durch laute, gitarrenlastige, mitunter dissonante Passagen unterbrochen, denn auch Indie-Grössen wie Pavement, Sonic Youth und die Pixies haben Spuren in der Musik der Band hinterlassen.</p>
<p>Trotz hörbarer Referenzen widersetzt sich das Duo mittlerweile erfolgreich allzu platter Schubladisierungen. Mit Americana oder Dreampop hat man es schon versucht, aber dafür ist der Lärmanteil zu hoch, gegen Shoegaze spricht der hohe Anteil an Folk-Balladentum und das mitunter gedrosselte Tempo. Am ehesten kann sich Jenn Wasner noch mit dem Begriff Noise-Folk anfreunden, wenn es denn unbedingt eine Schublade sein muss.</p>
<p>Wye Oaks zweites Album, The Knot aus dem Jahr 2009, wies den Weg in die Eigenständigkeit. Mit For Prayer und Mary is Mary finden sich hier schon kleine Meisterwerke, die auch heute noch ihren Fixplatz im Live-Programm haben.  Ihr aktuelles Album Civilian  ist ein weiterer grosser Schritt nach vorn. Erstmals haben sie sich mit John Congleton einen erfahrenen Produzenten geholt. Der ist Mitglied bei The Paper Chase und hat sich Indie-Kreisen mit Produktionen für Modest Mouse, The Thermals und Explosions in the Sky (um nur einige zu nennen) längst einen Namen gemacht. Civilian ist das bis dato ausgereifteste Wye Oak-Album und hat mit dem Titelstück auch einen veritablen Hit anzubieten. Und das ganz ohne Refrains.</p>
<p>Refrains &#8211; im Sinne sich regelmässig wiederholender Textzeilen, sind in den Wye-Oak-Songs überhaupt nur selten zu finden. Stattdessen wickelt Sängerin Jenn Wasner ihre Texte gern in sich ständig wiederholenden, hypnotisch und affirmativ wirkende Melodieschleifen ein. Für Wasner ein Rezept, um  Distanz zu ihren eigenen Emotionen zu bekommen, um sie kritisch sezieren zu können. Das führt zu einem gewissen Ian-Curtis-Effekt, bei dem es ja gerade dieser beinahe apathisch wirkende Ausdruck im Gesang ist, der den Gänsehaut-Effekt herbeiführt. Und für eine durchwegs melancholische Grundstimmung sorgt.</p>
<p>So beginnt das Album Civilian mit der Zeile „Two small deaths happened today“. Jenn Wasner schrieb das Stück an dem Tag, als Alex Chilton starb und fast gleichzeitig ein entfernter Verwandter von ihr ermordet wurde (Baltimore!). Eine Reflexion über die Vergänglichkeit des Lebens. Das Titelstück Civilian handelt von Einsamkeit und dem Scheitern von Beziehungen: „I’m perfectly able to hold my own hand, but I still can&#8217;t kiss my own neck“. Das Stück Holy Holy ist aus massiven Gitarrenwänden gezimmert, und das Minidrama Plains ist so etwas wie der balladeske Höhepunkt des Albums. Mit dem getragenen Schlusssong Doubt schließlich ließ man das Album bewusst offen und unentschlossen enden. Für Jenn Wasner steht er für die Unsicherheit und den ewigen Zweifel, die man in seinem eigenen Tun verspürt.</p>
<p>Diskografie:<br />
If children (2008)<br />
The Knot (2009)<br />
Civilian (2010)<br />
Alle:  Merge Records/Hoanzl</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Christiane Rösinger: Songs of L. and Hate CD Kritik</title>
		<link>http://www.rohdaten.at/2011/01/christiane-rosinger-songs-of-l-and-hate/</link>
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		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 20:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Fanzines]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Hatte die im Herbst letzten Jahres die Ehre, das neue Christiane-Rösinger-Album &#8220;Songs of L. and Hate&#8221; für das Musikblatt Skug zu besprechen. Hier der Text. Auf dem Cover des Bob-Dylan-Albums &#8220;Bringing it all back home&#8221; sitzt Dylan vor einem alten Kamin, umgeben von Platten, Büchern und Zeitschriften und blickt zornig in die Kamera, während sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a  title="Cover Christiane Rösinger: Songs of L. and Hate" href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/roesinger.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-230"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-237" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" title="roesinger" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/roesinger-150x150.jpg" alt="Cover Christiane Rösinger: Songs of L. and Hate" width="150" height="150" /></a>Hatte die im Herbst letzten Jahres die Ehre, das neue Christiane-Rösinger-Album &#8220;Songs of L. and Hate&#8221; für das Musikblatt Skug zu besprechen. Hier der Text.</em></p>
<p><span id="more-230"></span></p>
<p>Auf dem Cover des Bob-Dylan-Albums &#8220;Bringing it all back home&#8221; sitzt Dylan vor einem alten Kamin, umgeben von Platten, Büchern und Zeitschriften und blickt zornig in die Kamera, während sich im Hintergrund eine junge, Zigaretten schmauchende Dame im roten Kleid auf einer Couch räkelt. Christiane Rösinger stellt die Szene auf ihrem erstem Soloalbum detailgetreu nach. Die Rolle der Dame in Rot darf Ja, Panik-Mastermind Andreas Spechtl einnehmen, der auch als Co-Autor, Multiinstrumentalist und Backgroundsänger beteiligt ist.</p>
<p>Wie damals Bob Dylan&#8217;s Album scheint auch &#8220;Songs of L. and Hate&#8221; (schon der Titel ist eine Referenz, diesmal an Leonard Cohen) einen persönlichen Umbruch zu dokumentieren. Und Umbrüche werden allzu oft von Krisen ausgelöst: Altern und Kranksein, Verlassen werden und unerfüllte Sehnsucht sind die Themen, die sich wie ein roter Faden durch das Album ziehen. Akribisch wird in Depression und Desillusionierung geschwelgt, und trotzdem &#8211; und das ist hier das Besondere &#8211;  kommt weder erstere, noch letztere jemals beim Hören auf. Denn wie schon auf den Lassie-Singers-Alben und in ihren Kolumnen und Büchern ist Rösinger das personifizierte Augenzwinkern und singt sich mit entwaffnender Leichtigkeit und (Selbst-)Ironie durch ein Oevre, das textlich eher Suizidgefahr vermuten lässt: &#8221;Es ist alles so sinnlos/das hält ja gar kein Mensch mehr aus/da muss man sich doch einfach hinlegen/oder man steht erst gar nicht auf&#8221;. Diese bösen Geister werden aber flugs vertrieben, so viel ist am Ende klar.</p>
<p>So ungefähr in  der Mitte schwingt sich das Album dann noch in luftige Höhen deutscher Textschreiberkunst empor, mit einer wunderbaren Hymne auf Berlin (mit Seitenhieben wird natürlich nicht gespart) und einem schier unglaublichen Stück namens &#8220;Elogie&#8221;, das lediglich aus gezählten 111 Adjektiven, die als Synonyme für &#8220;beschissen&#8221; herangezogen werden könnten, besteht.</p>
<p>Musikalisch ist man dabei gar nicht so weit von Altmeister Dylan entfernt. Es sind einfache, persönliche Songs, von Andreas Spechtl sparsamst und immer stilvoll mit Gitarre, Klavier und Mundharmonika umrahmt.</p>
<p>Nach einer längeren Schaffenspause zeigt Frau Rösinger, dass sie es auch musikalisch noch immer draufhat. Sie hat das Gespür für den Gassenhauer und die setzt die Hooklines punktgenau. Wo andere um Worte ringen, schüttelt Rösinger die originellen Reime nur aus dem Ärmel. So enstehen Klassiker.</p>
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		</item>
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		<title>Musik online entdecken &#8211; Alternativen zu Last.FM</title>
		<link>http://www.rohdaten.at/2009/06/musik-online-entdecken-alternativen-zu-lastfm/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 18:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[BlipFM]]></category>
		<category><![CDATA[Hypemachine]]></category>
		<category><![CDATA[LastFM]]></category>
		<category><![CDATA[Music Discovery]]></category>
		<category><![CDATA[PlayFM]]></category>

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		<description><![CDATA[Für Leute, die gerne neue Musik über einschlägige (soziale) Webplattformen wie LastFM entdecken, gab es in den letzen Wochen  zwei einschneidende Ereignisse: Erstens die Meldung, daß Streams auf LastFM - mit Ausnahme von Deutschland und den USA - nun kostenpflichtig sind, und zweitens der vielgelobte Relaunch von PlayFM. Zeit, sich wieder einmal einen Überblick zu verschaffen: Welche Alternativen gibt es zu LastFM, und wie gut funktionieren sie? PlayFM, Blip.FM und Hypemachine im Vergleich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  rel="attachment wp-att-70" href="http://www.rohdaten.at/2009/06/musik-online-entdecken-alternativen-zu-lastfm/lastfm/"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-70" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" title="lastfm" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/lastfm-150x150.jpg" alt="lastfm" width="150" height="150" /></a><em>Für Leute, die wie ich gerne neue Musik über einschlägige (soziale) Webplattformen wie LastFM entdecken, gab es in den letzen Wochen  zwei einschneidende Ereignisse: Erstens die Meldung, daß Streams auf LastFM &#8211; mit Ausnahme von D, GB und den USA &#8211; <a  title="Last.fm beginnt zu kosten (Datenschmutz)" href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/lastfm-beginnt-zu-kosten/" target="_blank">nun kostenpflichtig sind</a>, und zweitens der vielgelobte Relaunch von PlayFM. Zeit, sich wieder einmal einen Überblick zu verschaffen: Welche Alternativen gibt es zu LastFM, und wie gut funktionieren sie? PlayFM, Blip.FM und Hypemachine im Vergleich.</em></p>
<p><span id="more-18"></span>Unlängst teilte mir Last.FM, meine favorisierte Musikplattform, mit, dass ich eigentlich nur ein &#8220;kostenloses Schnupperabo&#8221; für den Streamingservice  habe und dieses nach den nächsten 30 Titel auslaufen werde. Irgendwie wars ja klar: die Verwertungsgesellschaften und die Musikindustrie machen Druck, und LastFM ist ja ohnehin schon seit Längerem im Besitz der Musikindustrie. Die Community will man nicht allzu sehr vergraulen, daher wird der Abopreis mit 3 eur pro Monat relativ moderat angesetzt. Absurd und ärgerlich ist allerdings, dass im &#8220;gemeinsamen Wirtschaftsraum&#8221; EU mit zweierlei Maß gemessen wird: In Deutschland ist das Streaming gratis, weil dort durch Online-Werbung genug Geld hereinkommt. Der Ösi (und die meisten anderen Nationen) muss zahlen. Die Gründe dafür sind so vielschichtig, dass Sie genug Stoff für einen eigenen Blogartikel abliefern würden, diesmal soll es aber eher um pragmatischere Dinge gehen:</p>
<ul>
<li>Welche legalen, kostenfreien Services zum Entdecken neuer Musik stehen hierzulande im Moment zur Verfügung?</li>
<li>Wie funktionieren sie, wie unterscheiden sie sich voneinander, wie hoch ist der &#8220;Suchtfaktor&#8221; bei längerem Konsum?</li>
</ul>
<p>Drei Services werde ich hier näher beleuchten: <a  title="Play.fm" href="http://play.fm" target="_blank">Play.fm</a>, <a  title="Blip.fm" href="http://blip.fm" target="_blank">Blip.fm</a> und <a  title="Hypemachine" href="http://www.hypem.com" target="_blank">Hypemachine</a>. Sie alle gibt es schon länger, und es wurde schon reichlich darüber geschrieben. Aber auch Musikplattformen machen eine Evolution durch und es bilden sich charakteristische Community-Kulturen, die sich durchaus voneinander unterscheiden können. Ein Vergleich des State-of-the-Art im Sommer 2009 kann daher durchaus aufschlussreich sein.</p>
<p><strong>Play.fm</strong></p>
<div id="attachment_43" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/playfm2.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18" title="playfm2"><img class="size-medium wp-image-43" style="border: 1px solid black;" title="playfm2" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/playfm2-300x223.png" alt="Schreenshot Play.FM" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Schreenshot Play.FM</p></div>
<p>PlayFM gibt es schon seit 2004. Erst <em>Departure</em>-Geld hat es aber nun den Betreibern möglich gemacht, auf playFM eine hochprofessionelle Plattform mit kommerziellem Geschäftsmodell aufzuziehen, die in ihrem Segment &#8211; DJ Culture &#8211; seinesgleichen sucht. Kürzlich wurde die Plattform <a  title="Play.fm relaunch auf futurezone" href="http://futurezone.orf.at/stories/1503262" target="_blank">einem Relaunch unterzogen</a>.</p>
<p>DJs können bekanntlich Leben retten. DJs und ihre Sets (Mixes) sind auch die zentralen Einheiten, um die sich in PlayFM alles dreht. Die DJs laden ihre Sets selbst hoch. Die user suchen sich den DJ ihres Vertrauens oder wählen einfach eines der 35 Genres aus und können &#8211; kostenfrei und ohne Registrierung &#8211; DJ Sets oder Genre-Streamings abspielen.</p>
<p>Da die Tracks meist nahtlos ineinander übergehen, ist es oft schwierig herauszufinden welcher Track von welchem Interpreten gerade läuft. Hier leistet der Player von PlayFM erstaunliches: Wie in einem Musikeditor sieht man die Waveform der Musik, wobei ein Marker immer die gerade abgespielte Stelle anzeigt. Zusätzlich haben die DJs Markierungen an den jeweiligen Übergängen gesetzt. Und hier setzen die Community-Funktionen von PlayFM an: Wie in einem Wiki können alle registrierten User die Tracklists editieren und kommentieren. So kommt man auch als HörerIn zu recht vollständigen Sets von Metadaten. Sind die Stücke einmal identifiziert, werden sie auch mit mehreren Online-Shops verlinkt, wo man die Tracks dann käuflich erwerben kann. Von den Track-Verkäufen gehen ein paar Prozent wieder an PlayFM. Eigentlich ein geniales Geschäftsmodell, das einen vernünftigen Kompromiss zwischen den Interessen von Rechteinhabern, Vertrieben, Musikern, Hörern und dem Plattform-Betreiber selbst anstrebt &#8211; heutzutage fast so etwas wie die Quadratur des Kreises. Noch spielen die Verwertungsgesellschaften mit, hoffentlich bleibt es so.</p>
<p>Der Dienst ist natürlich auf Freunde der Klubkultur zugeschnitten; Indie, Alternative und Metal sucht man hier vergebens, ganz zu schweigen von Jazz, Folk oder Klassik. Gehört man aber zur Zielgruppe, kenne ich aber derzeit im Netz wohl kaum vergleichbar  Gutes.</p>
<ul>
<li><a  title="(Fast) alles, was man sich wünschen kann (netzwertig.com)" href="http://netzwertig.com/2009/05/14/playfm-fast-alles-was-man-sich-wuenschen-kann/" target="_blank">(Fast) alles, was man sich wünschen kann (netzwertig.com)</a></li>
<li><a  title="Play.fm will im sozialen Netz mitspielen (futurezone)" href="http://futurezone.orf.at/stories/1503262/" target="_blank">Play.fm will im sozialen Netz mitspielen (ORF Futurezone)<br />
</a></li>
</ul>
<p><strong>Blip.fm</strong></p>
<div id="attachment_41" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/blipfm.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18" title="blipfm"><img class="size-medium wp-image-41" style="border: 1px solid black;" title="blipfm" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/blipfm-300x241.png" alt="Screenshot Blip.FM" width="300" height="241" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot Blip.FM</p></div>
<p>Während bei Play.fm das DJ-Tum als eigenständige Kunstform angesehen wird und die Protagonisten wohl vorwiegend bezahlte Aufleger in mehr oder weniger renommierten Klubs sind, pflegt Blip.fm ein ganz anderes Bild des DJs: Jeder, der sich registriert und ein Musikstück verlinkt und kommentiert, ist ein &#8220;DJ&#8221;. Blip ist im Grunde Twitter für Musikempfehlungen; Während Twitter die Frage „What are you doing“ stellt, heisst es bei Blip.fm “What are you listening to?”. Dementsprechend eng verknüpft sind auch die Dienste. Twitterer verwenden oft Blip zum Posten von Musiklinks. Das kann man auch automatisieren.</p>
<p>Ein kurzer Einblick in die seltsame Begriffswelt von Blip.fm: Steht bei Play.fm der DJ im Zentrum der Betrachtungen, ist es bei Blip.fm der &#8220;Blip&#8221;. Ein Blip ist, wie schon weiter oben erwähnt, eine Kombination aus einer max-140-Zeichen-Kurzmeldung und einem Link zu einem Musikstück. Jeder registrierte User, der Blips postet, ist ein &#8220;DJ&#8221;. Aus den Blips formen sich Playlists, die dann von den Usern gehört werden können. Reputation ist auch hier wichtig: Gefällt einem, was ein DJ geblipt hat, kann man &#8220;Props&#8221; verteilen. Gefällt einem überhaupt, was ein DJ posted, kann man &#8220;Listener&#8221; dieser Person werden, und in die eigene Liste der &#8220;favourite DJs&#8221; aufnehmen. So soll man schön langsam zu &#8220;maßgeschneiderten&#8221; Playlists gelangen, die dem eigenen Geschmack entsprechen, und kommuniziert gleichzeitig auf spielerische Weise mit anderen Leuten im Netz: Props, Blips, Replies und Re-Blips haben sicher für mache Leute Suchtcharakter. Andere wird es eher nerven.</p>
<p>Nett ist, dass bei vielen Songs gleich automatisch das entsprechende YouTube-Video gestartet wird. Nervig ist, dass der Player statisch in die aktuelle Seite eingebunden wird. Klickt man unachtsam während des Zuhörens auf einen anderen Link und vergisst, einen neuen Tab aufzumachen, bricht der Player ab.</p>
<p>Um Musik hören zu dürfen, muss man sich registrieren. Die Registrierung ist aber kostenlos, und es gibt auch keine kostenpflichtigen Premium-Pakete. Blip.FM selbst speichert keine Musik, verlinkten Stücke befinden sich irgendwo im Netz und verschwinden auch manchmal wieder; dass hier nicht alles legal ins Netz gestellt wurde, liegt auf der Hand.</p>
<p>Kommen wir zur Musik: Betrachtet man die DJ-Profile, scheint der Dienst ziemlich USA-lastig zu sein, entsprechend überwiegen auch amerikanische Interpreten. Zum Unterschied von PlayFM dominiert hier die Musikform des &#8220;Songs&#8221; und das Genre &#8220;Pop&#8221;. Viele DJ scheinen auch an Musikarchäologie interessiert zu sein, so erkläre ich mir den hohen Prozentsatz an geblipten &#8220;Oldies&#8221; aus vergangenen Jahrzehnten &#8211; Aktuelle Veröffentlichungen oder gar Neuerscheinungen sind eindeutig in der Minderheit. Mir ist es auch nach intensiver Auswahl der DJs nicht gelungen, eine einigermassen hörbare Playlist zu erzeugen, ohne daß ich einzelne Stücke händisch rausschmeissen muss. Das funktioniert bei LastFM besser. Und die Blips -  also die Textmeldungen -  unterbieten in punkto Originalität und Informationsgehalt her sogar Twitter jederzeit locker&#8230;</p>
<ul>
<li><a title="Musikgezwitscher" href="http://www.blogpiloten.de/2008/08/20/blipfm-%E2%80%93-musikgezwitscher/|Blogeintrag über Blip" target="_blank">Musikgezwitscher (Blogpiloten.de)</a></li>
<li><a  title="10 things I love about blip.fm" href="http://www.crackunit.com/2008/08/18/10-things-i-love-about-blipfm/">10 things I love about blip.fm (crackunit.com)</a></li>
</ul>
<p><strong>Hypemachine</strong></p>
<div id="attachment_42" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/hypemachine.png" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18" title="hypemachine"><img class="size-medium wp-image-42" style="border: 1px solid black;" title="hypemachine" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/hypemachine-300x235.png" alt="Screenshot Hypemachine" width="300" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot Hypemachine</p></div>
<p>Mehr als alle anderen Musikplattformen kommt die Hypemachine dem guten alten Konzept des &#8220;Musikmagazins&#8221; nahe: Es bündelt mehr als tausend Musikblogs auf der ganzen Welt und stellt sie zu einem riesigen, virtuellen, tönenden Zeitung zusammen. Vom Wortanteil (und der Qualität der Beiträge) ist es damit natürlich das krasse Gegenteil zu Blip.fm, dafür kann man hier genauso gut schmökern wie lauschen.</p>
<p>Bei Hypemachine wird mitnichten jedes dahergelaufene Blog aufgenommen; es muss sich zuerst einer Qualitätskontrolle: Die Blogger müssen die Musik mögen, gut schreiben können und regelmäßig posten. Solch ein  editorialer Anspruch mutet im Web 2.0 fast altmodisch an, tut der allgemeinen Qualität aber gut.</p>
<p>Zum Unterschied von den meisten anderen Plattformen bietet die Hypemachine kaum Möglichkeiten zu Personalisierung. Man kann sich gerade mal die Lieblingsblogs zusammenstellen, um deren Postings immer im Auge zu haben. Dazu muss man aber erst einmal herausfinden, welche der ca. 1400 Blogs einem besonders zusagen. Eine Genre-Navigation sucht man hier vergebens &#8211; ein Unikum unter den gängigen Musikplattformen. Bei Hypemachine wird alles aggregiert und durch einen einzigen Kanal geschickt &#8211; dieser manifestiert sich dann im etwas aufdringlich moderierten Webradio oder auch in der &#8220;Zeitgeist&#8221;-Rubrik, eine Art Jahres-Charts, die den Geschmack des &#8220;durchschnittlichen&#8221; Hypemachine-users recht anschaulich abbildet. Dadurch wird die Hypemachine aber auch ihrem Namen gerecht, denn wenn alles personalisiert und gleichgemacht wird, so nach dem Motto &#8220;Jedem das seine&#8221;, dann tritt auch nichts aus dieser neutralen Masse hervor. Die Hypemachine bekennt sich zum &#8220;Hype&#8221;, mit allen vor- und Nachteilen, die damit verbunden sind. Und damit wird letztlich auch dafür gesorgt, dass aktuellen und neuen Releases klar der Vorzug gegenüber dem Schwelgen in Evergreens gegeben ist.</p>
<p>Der durchschnittliche Hypemachine-User tendiert jedenfalls klar zu Alternative- und Indiepop und etwas eingängigerer Clubmusik, hierzulande wird so etwas auch als &#8220;FM4-Musik&#8221; gebranded. Will man andere Sachen hören, muss man Interpret oder Songtitel in die Suche eingeben und kann dann über die angezeigten Blogs auch gut Neues entdecken. Und hier manifestiert sich dann doch eine erstaunliche Bandbreite: Eine Suche nach &#8220;Beethoven&#8221; findet neben &#8220;Camper van&#8221; auch durchaus eine Treffer für &#8220;Ludwig van&#8221;. John Cage, Miles Davis, Pierre Boulez, Chick Corea, Nusrat Fateh Ali Khan&#8230;fast alle Musikgenres kommen letztlich zum Vorschein, wenn man unter der Oberfläche wühlt.</p>
<ul>
<li><a  title="Hypemachine Zeitgeist auf netzwertig.com" href="http://netzwertig.com/2009/01/14/hype-machine-zeitgeist-mehr-als-die-summe-der-einzelnen-teile/" target="_blank">Hypemachine Zeitgeist: Mehr als die Summe der einzelnen Teile (netzwertig.com)</a></li>
<li><a  title="Hypemachine Tutorial (Oh what a world)" href="http://www.ohwhataworld.de/?p=3396" target="_blank">Nette Einführung in die Benutzung von Hypemachine (oh what a world)</a></li>
<li><a title="Interview Anthony Volodkin (Futurezone)" href="http://futurezone.orf.at/stories/1603058/|Fuzo Interview" target="_blank">Interview mit einem der Hypemachine-Gründer (ORF Futurezone)</a></li>
</ul>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Eines wird  bei der Beschäftigung mit diesen Plattformen klar: den einen, umfassenden Musikservice, der alles kann und alle bedient, gibt es nicht und wird es wohl nie geben. Schon die Funktionsweisen der vier vorgestellten Plattformen unterscheiden sich erstaunlich deutlich voneinander. Play.fm und Hypemachine werden mich sicher wiedersehen, blip.fm eher nicht.</p>
<p>Insgesamt sehe ich die &#8220;zahlreichen kostenlosen Alternativen&#8221;  zu Last.FM, von denen oft die Rede ist, im Moment nicht, zumal viele eigentlich interessante Plattformen wie <a  title="Spotify" href="http://www.spotify.com" target="_blank">spotify</a>, <a  title="Pandora" href="http://www.pandora.com" target="_blank">pandora</a>, <a  title="Simfy" href="http://simfy.de" target="_blank">simfy</a> oder <a  title="Roccatune" href="http://www.roccatune.com/" target="_blank">roccatune</a> (derzeit?) in Österreich nicht funktionieren. Es bleibt überlegenswert, ob man nicht doch die 3 eur pro Monat für LastFM berappen soll, wenn man den Service wirklich mag.</p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><a  href="http://livingears.com/music/TheField/the-field-yesterday.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-18" title="The Field - Yesterday and today"><img style="border: 1px solid black;" title="The Field - Yesterday and today" src="http://livingears.com/music/TheField/the-field-yesterday.jpg" alt="The Field - Yesterday and today" width="205" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">The Field - Yesterday and today (Kompakt)</p></div>
<p>Meine Musikentdeckung der Woche ist übrigens  <a  title="The more that I do" href="http://http://hypem.com/track/832422/The+Field+-+The+More+That+I+Do+Foals+Remix" target="_blank">The more that I do</a> von <a  title="The Field" href="http://www.myspace.com/thefieldsthlm" target="_blank">The Field</a>. Zugegeben, das erste Mal habe ich den Track Im Sumpf bei Fritz Ostermeier gehört &#8211; auf Hypemachine war er aber leicht aufzustöbern. The Field ist ein Schwede namens Axel Willner, der auf dem erwähnten Track mit den Cocteau Twins genauso verfährt wie El Guincho mit afrikanischen Gesängen: Geloopte Samples mit vielen Gesangsanteilen, wunderbar musikalisch übereinander geschichtet, sodaß die Originalmusik noch erkennbar ist (wenn man sie denn kennt&#8230;),  das ganze aber doch einen ganz eigenen Charakter bekommt. Sehr schön.</p>
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		<title>Bloggen im vorigen Jahrhundert: Wiener Fanzine-Kultur in den späten Achtziger Jahren</title>
		<link>http://www.rohdaten.at/2009/05/bloggen-im-vorigen-jahrhundert-fanzine-kultur-in-den-spaten-achtziger-jahren/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 May 2009 15:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ronald Hartwig</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Fanzines]]></category>

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		<description><![CDATA[Chelsea Chronicle Nr. 2

Ende der Achtziger Jahre waren die Weblogs aus Papier, für "Mashups" wurde der Uhu-Stick herangezogen. Wir schrieben hauptsächlich über Musik, und unser Medium waren "Fanzines": zusammenkopierte Heftchen, die, in kleinen Auflagen produziert, an den diversen Szenetreffpunkten zum Selbstkostenpreis verscherbelt wurden. Immerhin ergab sich dadurch schon damals ein kleiner kreativwirtschaftlicher Verwertungskreislauf...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a  rel="attachment wp-att-66" href="http://www.rohdaten.at/2009/05/bloggen-im-vorigen-jahrhundert-fanzine-kultur-in-den-spaten-achtziger-jahren/chelsea_chronicle_nr2_qu/"><img class="size-thumbnail wp-image-66 alignleft" style="border: 1px solid black; margin: 10px;" title="chelsea_chronicle_nr2_qu" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/chelsea_chronicle_nr2_qu-150x150.jpg" alt="Chelsea Chronicle Nr. 2" width="150" height="150" /></a><em></em></p>
<p><em>Ende der Achtziger Jahre waren die Weblogs aus Papier, für &#8220;Mashups&#8221; wurde der Uhu-Stick herangezogen. Wir schrieben hauptsächlich über Musik, und unser Medium waren &#8220;Fanzines&#8221;: zusammenkopierte Heftchen, die, in kleinen Auflagen produziert, an den diversen Szenetreffpunkten zum Selbstkostenpreis verscherbelt wurden. Immerhin ergab sich dadurch schon damals ein kleiner kreativwirtschaftlicher Verwertungskreislauf&#8230;</em></p>
<p><span id="more-6"></span></p>
<p>Heutzutage ein Weblog zu eröffnen kann man nicht gerade als Pioniertat bezeichnen. Zahllose haushaltende Erziehungsberechtigte, <a  title="Die Leiden einer jungen Kassiererin" href="http://workflex.wordpress.com/2009/02/03/buchtipp-anna-sam-die-leiden-einer-jungen-kassiererin/" target="_blank">überqualifizierte SupermarktkassiererInnen</a>, minderjährige Gamer und arbeitslose BauarbeiterInnen sind mir da schon zuvorgekommen. Immerhin kann ich aber behaupten, schon vor mehr als zwanzig Jahren meine ersten Artikel veröffentlicht zu haben, in einer Zeit, in der nur einige Futuristen einen Computer besaßen und vom &#8220;Internet&#8221; noch lange nicht die Rede war. So wie viele Gleichgesinnte schrieb ich hauptsächlich über Musik: Plattenkritiken, Livekritiken, Interviews. Unser Medium waren &#8220;Fanzines&#8221;: zusammenkopierte Heftchen, die, in kleinen Auflagen produziert, an den diversen Szenetreffpunkten zum Selbstkostenpreis verscherbelt wurden. Davon soll mein &#8220;First Post&#8221; handeln.</p>
<div id="attachment_62" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/sg12.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6" title="sg12"><img class="size-thumbnail wp-image-62" title="sg12" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/sg12-150x150.jpg" alt="Sniffin' Glue Nr. 12" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Sniffin&#39; Glue Nr. 12</p></div>
<p>Recherchiert man intensiv genug, ließe sich das Fanzinetum wahrscheinlich bis zu den alten Ägyptern zurückverfolgen. Im &#8220;engeren Sinn&#8221; (also mit Merkmalen wie zusammenkopierte Textfahnen, bewusst trashige Grafik, Do-It-Yourself-Haltung) ist wohl das Punk-Fanzine Sniffin&#8217; Glue die Mutter aller Fanzines. Herausgegeben von Mark Perry, einem Londoner Punk der ersten Stunde, erschien es von Juli 1976 bis Spetember 1977. Die ersten Ausgaben hatten eine Auflage von 50 Stück, spätere brachten es auf 15.000. Grund genug für Mark Perry, sein Projekt zu beenden.</p>
<p>Mein coming-out als Fanzine-Schreiber hatte ich 1986, als Othmar Bajlicz, damals einer von drei Besitzern des Musiklokals Chelsea, begann, die Musikszene aufzumischen. Keine Bar hatte damals so viele Live-Konzerte und so viele DJ-Schienen. Im Chelsea nun musste ein Informationsmedium her, das den Kreislauf der evolvierenden Lokalcommunity schliessen sollte. Das <em>Chelsea Chronicle</em> war geboren. Die redaktionelle Leitung wurde dem Zeitungs- und Radiojournalisten, DJ und praktizierenden Chelseaisten Chris Duller übertragen.</p>
<p>Müßig zu erwähnen, dass es sich beim<em> Chelsea Chronicle</em> um ein sehr &#8220;analoges&#8221; Medium handelte. Bei den ersten Ausgaben wurden die Texte von den Schreibern oft handschriftlich abgegeben, dann mit Schreibmaschine abgetippt, ausgeschnitten, mit Uhu-Stick &#8220;gelayoutet&#8221;, kopiert und mit Heftklammern zusammengetackert. Einer der Schreiber hatte einen Vater, der bei IBM arbeitete. Im Jahr 1987 bekam er von ihm einen Computer geschenkt. Der Bildschirm war natürlich Schwarzweiss und kleiner als der eines heutigen 10-Zoll-Netbooks. Disketten wurden nicht gebraucht, wir kannten ja sonst niemanden, der einen solchen Computer hatte.</p>
<p>Auf dem Rechner gab es ein Textverarbeitungsprogramm, das zwei revolutionäre Features hatte: Erstens konnte man den Text nachträglich korrigieren, ohne ihn komplett neu tippen zu müssen, und zweitens brach er genau an der richtigen Stelle in die nächste Zeile um. Unglaublich &#8211; man brauchte, ja man durfte am Ende einer Zeile nicht mehr <em>Return</em> zu drücken, sonder nur noch am Ende eines Absatzes. Schreibmaschinenschreiber wie ich brauchten einige Zeit, um das zu kapieren. Letztlich dauerte es aber nur ein paar Ausgaben, bis das <em>Desktop Publishing</em> aufkam und damit nach der Schreibmaschine auch der Uhu-Stick überflüssig wurde.</p>
<div id="attachment_67" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/chelsea_chronicle_nr3_qu.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6" title="chelsea_chronicle_nr3_qu"><img class="size-thumbnail wp-image-67" title="chelsea_chronicle_nr3_qu" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/chelsea_chronicle_nr3_qu-150x150.jpg" alt="Titelseite von Chelsea Chronicle Nr. 3, leider durch ein Bananenetikett verunstaltet." width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Titelseite von Chelsea Chronicle Nr. 3, leider durch ein Bananenetikett verunstaltet.</p></div>
<p>All diese Aspekte des technischen Fortschritts berührten uns Schreiber aber nur am Rande, schließlich waren wir für die Inhalte zuständig. Die Grundlage (und den oft wackeligen Einstieg in den Musikjournalismus) bildeten die Platten- und Livekritiken. Dann gab es noch ein paar KolumnistInnen, die wahrscheinlich am ehesten mit den heutigen Bloggern vergleichbar sind. Sie ließen auch mal die Musik links liegen und schrieben über ganz was anderes. Und kamen damit erstaunlich gut an. Die Königsdisziplin aber waren die Interviews: Weilten die persönlichen Musikheroes mal auf einem Konzert in Wien, konnte man sie in einem miefigen Backstageraum persönlich treffen, mit ihnen ein Bier trinken und ihnen Fragen stellen. Die Musikheroes waren meistens freundlich und kooperativ, schließlich verschafftest du ihnen Aufmerksamkeit. Interviews von angesagten Bands waren oft gute Kandidaten für die Titelseiten der Fanzines, und das bedeutete Ruhm und Ansehen zum Quadrat. Und um Ruhm und Ansehen ging es, denn Zeilenhonorar gab es gewöhnlich keines. Auch eine Parallele zur heutigen Blogosphäre.</p>
<p>War man mehrgleisig unterwegs,  ergab sich aber ein perfekter Kreativ-industrieller Kreislauf: Man holte sich von den Plattenfirmen die Gratis-Rezensionsexemplare, schrieb eine Plattenkritik im Fanzine. Am Abend legte man als DJ die Platten auf, durfte währenddessen frei trinken soviel man wollte. Mixen und Scratchen gab es höchstens in New York; in Wien beschränkte man sich auf Überblendungen zwischen den Songs, dadurch blieb genung Zeit, um mit Freunden zu plaudern und die eigenen sozialen Netzwerke zu pflegen &#8211; oder sexuelle Beziehungen anzubahnen. Zur Sperrstunde gab es ein paar hundert österreichische Schilling bar auf die Hand, mit denem man die WG-Miete zahlte oder die eigene Plattensammlung punktuell erweiterte.</p>
<div id="attachment_63" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/akz_rubinowitz_qu.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6" title="akz_rubinowitz_qu"><img class="size-thumbnail wp-image-63" title="akz_rubinowitz_qu" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/akz_rubinowitz_qu-150x150.jpg" alt="Die &quot;Allgemeine Krankenhaus Zeitung&quot; von Tex Rubinowitz" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die &quot;Allgemeine Krankenhaus Zeitung&quot; von Tex Rubinowitz</p></div>
<p>Das Beispiel <em>Chelsea Chronicle</em> machte in Wien schnell Schule. Viele Schreiber in den frühen Ausgaben gründeten selber Fanzines. Christian Schachinger (heute Der Standard) und Peter Rehberg gründeten den <em>Gürtel</em> (damals eine Referenz auf den grindigsten Stadtteil von Wien &#8211; von Lokalmeile war noch keine Rede). Der Gürtel setzte in Punkto Trash und <em>Scheiss-mich-nix-Haltung</em> noch eines drauf. Der Autor und Cartoonist Tex Rubinowitz gründete die <em>Amerikanische Krankenhaus Zeitung</em> und veröffentlichte unter anderem Texten von Max Goldt, der ebenfall in Berlin als Fanzine-Schreiber begann. Das Flex Digest widmete sich der Hardcore-Szene rund ums Flex, das damals noch in Meidling beheimatet war. Auch das Skug war eine Abspaltung des Chelsea Chronicle, hatte aber eher die Ansprüche einer seriösen Musikzeitung. Das Skug ist auch das einzige Fanzine von damals, das heute noch regelmäßig erscheint.</p>
<p><a  href="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/basilisk_qu.jpg" class="thickbox no_icon" rel="gallery-6" title="basilisk_qu"><img class="size-thumbnail wp-image-65 alignleft" title="basilisk_qu" src="http://www.rohdaten.at/wp-content/uploads/basilisk_qu-150x150.jpg" alt="basilisk_qu" width="150" height="150" /></a><em>Basilisk, Grubenhund, Vampyroteutus Infernalis</em>, <em>Tief unten, Arschloch Glücklich</em>&#8230; die Liste ließe sich lange fortsetzen. Sie alle lebten von der Initiative und der Leidenschaft ihrer Betreiber und wurden eingestellt, als dieses verbraucht war. Für einige Schreiber war es ein Sprungbrett in den professionellen Journalismus, sie heuerten beim Standard, beim Falter oder beim ORF an. Dank Web 2.0, WordPress, RSS und Konsorten wuselt es heute wieder an der Basis. Die Möglichkeiten sind heute ganz andere, die Motivation der Protagonisten ist aber im Großen und Ganzen gleich geblieben: Es geht erstmal nicht um Geld, sondern um Aufmerksamkeit. Um soziale Anerkennung und die Platzierung des eigenen Standpunktes, manchmal um die Erprobung der eigenen schreiberischen Qualitäten, manchmal um ein Stück Exhibitionismus oder Hirnstriptease, und manchmal um die Hoffnung, auf Umwegen irgendwann doch noch zu so etwas wie <em>Zeilenhonorar </em>zu kommen.</p>
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